«Entscheidend ist ein Partner, der die Energiebranche versteht.»

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Peter Bierbaum, Co-CEO der Bewida AG, im Gespräch über AbaEnergy.

Welche Herausforderungen siehst du aktuell bei Kundinnen und Kunden in der Energiebranche?

Peter Bierbaum: Die Schweizer Energieversorgungsunternehmen befinden sich in einer Transformationsphase. Die anstehende Marktöffnung führt dazu, dass sich die Unternehmen auf einen härteren Wettbewerb um Kundenbindung vorbereiten und somit ihre Prozesse noch effizienter ausgestalten müssen. Dabei kommt auch einem konsequenten und transparenten Unbundling eine immer wichtigere Bedeutung zu. Produktinnovationen, wie die Entwicklung dynamischer Tarife, aber auch die Weiterentwicklung vom reinen Stromlieferanten zum Gesamtdienstleister im Energiebereich sollen dabei die Kundenbindung stärken. Gerade für kleine Gemeindewerke sind die in diesem Zusammenhang notwendigen Investitionen eine Herausforderung, und eine Konsolidierung am Markt ist bereits spürbar.

Welche Anforderungen stellen Unternehmen dieser Branche an eine Business Software?

Zum einen müssen die Software und die darin implementierten Strukturen sicherstellen, dass regulatorische Vorgaben wie Unbundling sowie das ElCom- und NEMO-Reporting ohne manuellen Aufwand eingehalten werden. Zum anderen sind Energieversorgungsunternehmen klassischerweise sehr anlagenintensiv, wodurch einer effizienten Aktivierung in ein integriertes Anlagenbuch eine grosse Bedeutung zukommt. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch eine integrierte Lösung für Einkauf und Lagerbewirtschaftung wichtig. Diese muss im Rahmen vom Installationsgeschäft und dem Netzunterhalt zudem nahtlos in eine moderne und mobile Service- und Instandhaltungslösung integriert sein.

Am wichtigsten ist ein Implementierungspartner, der die Anforderungen und Prozesse von Energieversorgungsunternehmen kennt.

Peter Bierbaum, Co-CEO, Bewida AG

Wo siehst du den grössten Mehrwert der Abacus Lösung im Arbeitsalltag?

Der grösste Effekt zeigt sich, wenn Sachbearbeitende und Servicefachpersonen dank der engen innosolvenergy-Anbindung eine durchgängige Sicht auf Anlagen, Hausanschlüsse, Verträge und Kunden haben, statt Daten zwischen Systemen manuell abzugleichen. Dazu kommt die mobile Nutzbarkeit im Feld, die es Netz- und Servicetechnikern erlaubt, Serviceaufträge und Kontrollen vor Ort zu erfassen und direkt ins ERP zurückzuspielen. Sauber aufgesetzte Grundstrukturen im ERP sparen zudem am Jahresende viel manuelle Arbeit, die sonst für die regulatorische Berichterstattung nötig wäre.

Was ist aus deiner Sicht entscheidend für eine erfolgreiche Einführung?

Am wichtigsten ist ein Implementierungspartner, der die Anforderungen und Prozesse von Energieversorgungsunternehmen kennt. Dazu gehören die Integration von innosolvenergy, die Abbildung regulatorischer Vorgaben sowie die Umsetzungvon Investitionsprozessen, Warenwirtschaft sowie Service- und Vertragsmanagement. Auch sollte man von Anfang an genug Zeit für Tests und die Datenübernahmen aus den Altsystemen einplanen, damit beim Go-live keine Überraschungen entstehen.