Vereinheitlichung und Modernisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs
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Vereinheitlichung und Modernisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs

Die Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsraums (SEPA) bringt einige Veränderungen mit sich. Eine Veränderung widerfährt auch dem bekannten orangen Einzahlungsschein. Dieser wird zukünftig mit einem QR-Code versehen.

 

Dass es sich bei dieser Umstellung des Zahlungsverkehrs nicht einfach nur um einen Wechsel auf einen neuen Meldungsstandard handelt, belegt der Projekthorizont von 2013 bis 2020. Folgende Bereiche sind von der geplanten Umstellung hauptsächlich betroffen und dürften die Schweizer Unternehmen nächstens intensiv beschäftigen:

  • Überweisungen: Alte Formate werden durch XML ersetzt
  • Lastschriften: Annäherung an europäische Lösungen
  • Einzahlungsscheine: Ablösung durch Einheitsbeleg mit IBAN und QR-Code anstatt Kodierzeile

Neben dem ABACUS Programm Electronic Banking sind auch weitere Anwendungsmodule wie die Debitoren-, Kreditoren-, Lohnbuchhaltungs- und Auftragsbearbeitungssoftware von Anpassungen betroffen. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, gilt es primär, die Qualität der Stammdaten zu verbessern. Proprietäre Kontonummern, veraltete Definitionen der Zahlstellen und nicht aktuelle Bankenstammdaten müssen deshalb angepasst werden.

 

In der ersten Phase der ABACUS Programmanpassungen wurde das Augenmerk auf die Sicherstellung des Zahlungsverkehrs gelegt. Die alten Formate DTA/EZAG wurden in die neue XML-Struktur überführt. Aufgrund der gewählten Architektur konnten länderspezifische Ausprägungen, wie die XSD-Schemata-Validierung und die Additional Optional Services, sowie die Priority Anweisung (AOS) problemlos in die Software implementiert werden.

Einheitsbeleg mit QR-Code

Die Umstellung auf den neuen Einzahlungsschein ist die letzte Etappe auf dem Weg zu einem modernen, zukunftsorientierten Schweizer Zahlungsverkehr. Der Einheitsbeleg soll für Kunden ab dem dritten Quartal 2018 eingeführt werden. Bis spätestens Ende 2020 soll er die orangen und roten Einzahlungsscheine vollständig ablösen.

Der neue Einzahlungsschein weist folgende drei Hauptmerkmale auf:

  • Er dient sämtlichen Zahlungsarten (Bank und Post).
  • Er verwendet IBAN durchgängig.
  • Er enthält einen QR-Code anstelle der Kodierzeile.

Statt der Kodierzeile setzt der neue Einzahlungsschein auf den QR-Code und mit diesem auf eine zukunftsorientierte Technologie. Aufgrund des erhöhten Informationsgehalts ergeben sich neue Möglichkeiten für eine durchgängige Verarbeitung. Um das Angebot des neuen Belegs optimal zu nutzen, muss allerdings in neue Hardware investiert werden. Belegleser, die bisher für die Verarbeitung der Kodierzeile eingesetzt wurden, müssen durch QR-Code-fähige Endgeräte in Form von Scanner, PDA, Handy oder Terminal ersetzt werden. Wer seine Rechnung bisher im Papierverkehr erledigte, kann die Umstellung auf den neuen Einzahlungsschein auch dazu nutzen, direkt auf E-Rechnungen zu wechseln. Dies ist insbesondere dann angebracht, wenn ein Grossteil der Kreditorenrechnungen von einigen wenigen Lieferanten stammt. Solche elektronischen Rechnungen lassen sich über das E-Business-Modul von ABACUS empfangen und automatisch in der Kreditorensoftware weiterverarbeiten.

Fazit

Der Handlungsbedarf für die Migration des Zahlungsverkehrs Schweiz sollte nicht unterschätzt werden. ABACUS wird während der Übergangsphase die Möglichkeit bieten, zwischen den derzeit gültigen und den kommenden Standards, Verfahren und Formaten zu wählen. Einstellungen in den Stammdaten werden einen Parallelbetrieb gestatten.
Damit wird die Möglichkeit geboten, bereits ab der Version 2014 und dem Servicepack vom 20.9.2014 den neuen ISO-Standard 20022 zu verwenden und so wichtige Erfahrungen für die kommende Gesamtumstellung des Zahlungsverkehrs zu sammeln.

 

Lesen Sie hier den gesamten Bericht zum Thema „Migration des Schweizer Zahlungsverkehrs – mehr als ein Formatwechsel“ und erfahren Sie mehr zum Stand der ABACUS Business Software.

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